Es ist wieder mal der Flixbus der mich zu meiner nächsten Station Riga bringt. Nach zweieinhalb Stunden stehe ich an einem ziemlich belebten Bahnhof und muss erst zur Toilette. Hier spüre ich schon die Großstadt. Es befremdet mich nach dem ruhigen Urlaubsort Pärnu etwas. Zum Glück habe ich außerhalb der Stadt über Airbnb ein hübsches Zimmer im Wald gefunden. Mit einem Bolt Taxi fahre ich 30 min raus in den Vorort Langstini. Da steht das schöne Waldhaus. Der Schlüssel liegt im Safe an der Gartentür. Später kommt die Vermieterin. Sie erklärt mir das ich ihre private Küche und ihr Bad mit nutzen darf. Das ist für mich etwas ungewohnt.

Da es in der näheren Umgebung Umgebung kein Restaurant gibt versuche ich es mit einer Wanderung durch den Wald auf die andere Seite. Laut Karte gibt es da ein einziges Lokal am See. Vorher kaufe ich im kleinen Kiosk etwas fürs Frühstück für morgen. Gegenüber entdecke ich eine Bushaltestelle. Leider fährt da keiner zum Lokal, aber in die Stadt komme ich vier Mal am Tag. Fahrkarten gibt es keine im Kiosk. Hier ist noch nicht viel los mit Tourismus.  5 km sind es zu laufen. Da ich nicht die Hauptverkehrsstraßen lang laufen will wird es in den einsamen Waldstücken etwas abenteuerlich. An einem stillgelegten Bahnwärterhäuschen arbeitet eine uralte Frau im Garten. Sie scheint hier total allein zu leben. Endlich sehe ich den Park mit einem See.

Natürlich gehe ich gleich schwimmen. Das kühle Wasser tut mir gut nach der Wanderung. Etwas etwas Sonne tanken muss auch sein. Dann die Belohnung und gleichzeitige Stärkung für den Rückweg genießen. Egal wo ich bis jetzt essen war es ist immer sehr gut zubereitet und schmeckt ausgezeichnet.